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Schmertzlabor

KORPSES KATATONIK Oeuvres complétes

CD album | gg157
Zos DeWitt is a legend in Industrial music. He started the Nekrophile label in Vienna in 1983 and released music by Genesis P-Orridge, Ain Soph, Sleep Chamber, Coil any many more. In 1982 he recorded his first album under the name Korpses Katatonik. A work full of harsh Industrial sounds in the tradition of early SPK. On this CD re-issue, we present the complete works by this project including material from the Beast 666 compilation. Carefully remastered, this albums sounds better than ever before. DeWitt later went on to form Zero Kama whose "Secret Eye of L.a.y.l.a.h." album was played on human bones only. A milestone in 80's Infustrial that sounds as fresh today as it did then. Low stock!

Musikalisch erzeugt das Album weniger durch ungezügelte Aggression Irritation als vielmehr durch die teils gespenstisch anmutenden Geräusche: Auf dem Opener "shatok" murmelt eine kaum verständliche Stimme stockend und stotternd immer wieder das gleiche Wort, dazu kommt verzerrter Rhtyhmus. Auf "enzephallik mortuor" wird ebenfalls eine Stimme eingesetzt: Es wird gemurmelt und zwischendurch hört man Schreien. Untermalt wird dieses Schreckensszenario von monotoner Perkussion und analogen Geräuschschleifen. Wesentlich aggressiver sind dagegen das ebenfalls von primitiven Rhythmen und Störgeräuschen durchzogene "skarzisko" oder das von verzerrten, hoch frequenten Bohrgeräuschen bestimmte "okzipital slash". Dagegen ist "nekom" fast schon rauer, unruhiger Dark Ambient. Der Höhepunkt des Albums ist das lange "kaltfleisch corporor", das mit Hilfe eines simplen Mittels ein an Assoziationen reiches Schmerzszenario entfaltet: Die ganzen 15 Minuten über kehrt immer inmitten der dunklen Klangfläche ein Geräusch wieder, das an berstende Knochen denken lässt. Zwischendurch hört man wieder entmenschlichtes Schreien. Hier zeigt sich der Mensch in all seiner Kreatürlichkeit und Versehrtheit, er verlässt die Erde nicht ruhig und banal wie "a cell of/dry skin/Soon to be shed from the earth’s old eyebrows" (R. Jeffers), sondern als physisch und psychisch deformierter Fleischklumpen."
(African Paper, May 2012)

)...) für die aktuelle CD-Edition wurde das Material dezent neu gemastert und um den KORPSES KATATONIK-Beitrag von der legendären „The Beast 666“-Compilation ergänzt. Der Atmosphäre und dem Klang hat dies auf jeden Fall nicht geschadet und es ist schon ein wenig verwunderlich, wie wenig Staub diese alten Aufnahmen angesetzt haben. Pulsierende Sequenzen, bohrende wie schleifende Geräusche, rituell hallende Drums, psychotische Schreie und unangenehm widerliches Knacken entfalten dabei eine beängstigende Stimmung, die einen auch heute noch packen kann. Das ist Industrial-Musik aus einer Zeit, in der Forensik und Nerven-Spital noch als Vorhof zur Hölle galten und nicht wie heute via CSI Miami oder Tatort zur besten Zeit über den Bildschirm flimmern. Diese CD gehört in jede gute Industrial-Sammlung."
(Black, May 2012)