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Water #5
Last Goodbye

MUSHROOM'S PATIENCE Road to Nowhere

CD album | gg177
Mushroom's Patience are back with a great new album featuring many guests like Euski (Roma Amor), Vinz Aquarian (Ballo delle Castagne) and Echo Eerie (Collapsing New People). For this comeback, Raffaele Cerroni has teamed up with Vinz Aquarian of Calle della Morte/Ballo delle Castagne to create new songs and also recreate some classics from the band's back catalogue. Vinz's influence on electronics transfers Raffaele's guitar compositions into a spooky kind of noir version of Mushrooms Patience, but it also continues where "Roma, Wien" and "Water" ended. An imaginary journey from Werner Herzog's "Stroszek" to the post-apocalyptic "The Road" by Cormac McCarthy. A sick blues, a perfect soundtrack for the end of the world. Low stock! Special price.

Haken wir das Wichtigste direkt mal zu Beginn ab: Road to nowhere wäre der perfekte Soundtrack für einen David Lynch-Film. Ähnlich surreal geht das Album vor, ständig kommen einem Assoziationen, die auf seltsamsten Wegen miteinander verbunden zu sein scheinen, wie in einem Traum, der eine explosive Mischung aus Verstörung und willkürlich scheinenden Fragmenten enthält, deren Gesamtbild aber nur teilweise einen Sinn ergibt. Ist der David Lynch Vergleich erledigt, so kann man doch die anderen Film-Einflüsse nennen, die sich auf dem Album finden: Stroszek bis hin zum post-apokalyptischen The Road. Alles Filme, in denen es, darum geht, dass, ob die Welt oder man selbst nun innerlich oder äußerlich kaputt sein mag, alles erscheint in den schillerndsten Farben erscheint. Farben, sie blitzen in der ganzen Düsternis auf, aber wie unter einem Kaleidoskop ändern sie sich oder ihre Position. Nichts scheint greifbar. Die Musik speist sich aus psychedelischer Rockmusik, Krautrock, Downtempo Rock, Ambient und Folk, will sich aber selber nie festlegen. Sprechgesang erscheint, Sprachsamples tauchen auf, der Start eines Motors ist zwischendrin zu hören."
(Alternativemusic.de, March 2013)

Ähnlich wie jüngere Soloarbeiten des John Fahey- und Jack Rose-Fans hat das Album eine leichte „Americana“-Schlagseite. Eine lässige Slideguitar zählt zu den kleinen roten Fäden und gipfelt für Momente sogar in echten Country & Western-Kitsch. Der ist so perfekt geraten, dass man ihn vermutlich für bare Münze nehmen würde, käme er nicht in einem absurden Weihnachtslied vor, zusammen mit infantilem Geschrammel und einem lärmigen Klimpern und Knarzen im Hintergrund. Seltsame Geräusche gibt es zuhauf, und viele Songs enden mit dem rustikalen Klappern und Pusten einer Dampflok. Verhalten noisig geht es auch in dem Sauflied zu Ehren eines „Tracktor Train Orchestra“ zu, das Roma Amor Chanteuse Euski mit Banjo-Begleitung anstimmt, doch anders als in ihren eigenen Songs ganz ohne liebliche Melodien als Gegenpart. Mushroom’s Patience gehörten nie wirklich in die bei uns gerne als Italofolk verklärte Ecke, sehr wohl aber einige der neuen Bandmitglieder, was mit ein Grund sein dürfte, dass sich auf „Road to Nowhere“ einiges von der rotweintrunkenen Schwermut dieser Musik findet. Die kann ergriffen ausfallen wie bei Vinz’ (Ballo Delle Castanie) Rezitation in „King’s Return“, dessen wunderschöne Gitarrenmelodie mich außerdem an John Renbourn und Renaissance-Musik erinnert. Andere Stücke klingen moderner und geraten zu schrägem Psych Folk mit futuristischen Momenten (sehr schön “Water #5“ mit Neuzugang Echo Eerie von Collapsing New People) oder blauen Elefanten auf der Analytikercouch – ich könnte mir schlimmere Träume vorstellen als jene, die der Patient in „Memoria Sonica“ zum Besten gibt. Crafs Werk ist nie etwas für Hörer gewesen, die es griffig und homogen brauchen, und dem typischen Industrial-Konsumenten waren seine Arbeiten nach dem letzten Comeback ohnehin zu frei und windschief, vermutlich hielten es einige für Hippiegeschrammel – Urteile, die auf die Urteilenden zurückfallen, und ich finde nach wie vor, dass Freunde von NWW und Hafler Trio an einigen Alben der mittleren Phase ihre Freude hätten."
(African Paper, April 2013)

L’album, intitolato significativamente Road to nowhere, è una sorta di concept, un viaggio filosofico e apocalittico che parte dal vuoto esistenziale interiore per giungere al raggiungimento del Nulla, rispecchiato anche dalla grafica “lynchiana” di copertina e dalle foto delle squallide periferie romane raffigurate all’interno del booklet. Significativi sono gli omaggi che, in Road th Nowhere, vengono tributati a personaggi come Bruno del film Stroszek di Herzog e a libri come La strada di Cormac McCarthy. (..) Un album che conferma il valore dei Mushroom’s Patience e la vena artisica di Dither Craf."
(Ver Sacrum, April 2013)

Road to Nowhere è un disco che parla di viaggi, chilometri macinati, anime senza tregua e megalopoli che emanano la stessa vuotezza di una ghost town. È un album dove c’ è una forte componente folk che si fa contaminare fin da subito da molecole kraut e da una pischedelia stralunata. A queste devianze si aggiungono distorsioni e tappeti industrial/ambient che danno una voluminosità maggiore all’ opera. Un lungo percorso di cui si può sentire tutta l’ evoluzione sonora dall’ iniziale Road To Nowhere, continuando nei bagliori di Red Light ed infine concludendo con grande classe nella mirabile Last Goodbye. I Mushrooms Patience creano un’ opera cospicuamente dinamica e che trasmette “movimento” sia nel concept che in certe tracce che non solo rafforzano l’ ossatura del disco ma che portano l’ ascoltatore a mettersi in moto, a viaggiare."
(Impatto Sonoro, May 2013)

Mit tatkräftiger Unsterstützung durch Vinz Aquarian (Balle delle Castagne) entwickelt Dither Crafs Einzelgänger-Kultprojekt ein lauschig verschlepptes Gemisch aus Country, Psychedelia, obskur-entspannten Industrial-Geräuschkonstruktionen, Torch Song und Indie Folk. In seiner Gesamtheit ein einzigartiger und extrem liebenswerter Entwurf an Schrulligkeit und Temporeduktion. Musik zum Einschlafen, aber nicht, weil sie in etwa so fad wäre, sondern ganz im Gegenteil, weil sie so zauberhaft in die hypnopompen Landschaften des Traumhaften überzuleiten vermag."
(Rokko's Adventures, July 2013)

Gleich die ersten wehmütigen Gitarren-Klänge ziehen mich sofort in ihren Bann und die knorrigen Vocals mit italienischen Akzent tun ihr übriges, um mit Haut und Haar in die insgesamt 13 Songs einzutauchen. Neben den akustischen Americana-Folk-Stücken, Jazz-Elementen und zum Teil bluesigen Atmosphären kommt auch die „The Strange Side “ von MUSHROOM ’ S PATIENCE mit obskuren Samples und Loops zum Zuge, was in ihrem Zusammenspiel erst den Reiz dieses Albums ausmacht. Für mich stecken auch viele Zitate darin und so könnte zum Beispiel „Red Light “ locker als Hommage an POPOL VUH durchgehen, wie mich anderes sehr stark an den seligen Nikki Sudden erinnert. Der Abschluss-Song „Last Goodbye “ ist dann dermaßen herrlich und herzergreifend, dass man nur hoffen kann: Raffaele findet irgendwann doch noch einen Weg zurück. Für mich eines der schönsten Alben des Jahres 2013!"
(Black Magazin, October 2013)